Seit 2009 wird der aus Argentinien und Uruguay stammende Tango als schützenswertes Kultur- gut zum Weltkulturerbe gezählt.
Die UN-Kulturorganisation UNESCO nahm den argentinischen und uruguayischen Tanz in die Liste der schützens- und erhaltenswerten Künste und Traditionen auf. Er steht damit auf einer Stufe mit „immateriellen Kulturgütern“ wie der chinesischen Kalligrafie und der indonesischen Batikkunst. Die Aufnahme des Tangos war der erste von 76 Anträgen, dem rund vierhundert Fachleute bei einem UNESCO-Treffen im Golfstaat Abu Dhabi zustimmten.
"unverwechselbare kulturelle Identität"
Tango
entstand Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der einfachen Bevölkerung
von Buenos Aires und Montevideo, im Becken des Rio de la Plata, weshalb er auch als "Tango rioplatense" bezeichnet wird. An dem
Grenzfluss zwischen den beiden Ländern hatten sich Ende des 19.
Jahrhunderts neben den Ureinwohnern europäische Einwanderer und
ehemalige Sklaven angesiedelt, wie die UNESCO erklärte.
Diese Mischung habe Gewohnheiten, Überzeugungen und Rituale
hervorgebracht, die sich zu einer „unverwechselbaren kulturellen
Identität“ entwickelt hätten.
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Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann.
Enrique Santos Discépolo