http://www.juancarloscaceres.com/
Ein Großmeister argentinischer Musik meldet sich nach längerer Pause zurück: Juan Carlos Cáceres bricht mit seiner neuen CD "Noche de carnaval" ein wenig aus der Gattungsgrenze Tango aus und bereichert die Klangfülle des Río de la Plata diesmal nicht nur mit der für seine Interpretation so typischen Verwendung von afrikanischen Elementen sondern auch mit Swing, Charleston, Dixieland und einem Hauch von New Orleans. Cáceres und die Brüder Sergio und Eduardo Makaroff (Gotan-Project) setzen mit dieser Mischung gut gelaunte, geräuschvoll swingende und kräftige Akzente, die vor allem durch den vermehrten Einsatz von Blasinstrumenten entstehen und ohne Bandoneon auskommen. Dennoch hört man in jedem der Lieder die Verbundenheit von Cáceres mit der argentinischen Musik, seine Liebe zum Tango - vor allem durch die Stimme von Laura Caronni. Aber auch die raue Stimme von Cáceres passt sich perfekt in das bunte Klangbild ein, in dem auch Trommeln und hin und wieder Klamauk nicht fehlen. "Ich möchte mit der stereotypen Darstellung Argentiniens, von Buenos Aires und dem Tango brechen." Das ist Cáceres mit diesem Album einmal mehr gelungen.(IPH)
„Bassa sind Meister des Geschichtenerzählens ohne Worte“ (Tangodanza).
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Der Tanz ist die Paarung zweier Menschen, die der Welt ohnmächtig gegenüberstehen und nicht fähig sind, die Dinge zu ändern.
Copes
„Männer weinen. Frauen verführen. Trauriges TANGOWERK raubt Dir nicht die Lebenskraft. Synthesizer flirten mit einem Bandoneon. Nichts ist unmöglich.“ (NHOAH)
Wer schon immer einmal einen Tangorap, rockige oder punkige Tangoklänge hören wollte, dem sei diese CD empfohlen. NHOAH, in Deutschland als Musikproduzent, Komponist und Musiker bekannt, ließ sich von den harmonischen Melodien des Tangos inspirieren und schafft durch die Kombination von gegensätzlichen musikalischen Konzepten eine völlig neue, wuchtige Tango-Klangwelt, eine schräge Mischung aus Melancholie und Heftigkeit, ja sogar Wut. TANGOWERK versteht sich als audio-visuelles Gesamtkunstwerk, in dem sowohl klassische Tango-Orchester (Fernández Fierro) als auch Elektronikbeat, alte Radiotechnik und teilweise exzentrisch anmutende Videos eine polystilistische Klang – und Bildwelt erzeugen. Für diesen bunten, gewöhnungsbedürftigen Medienmix vereint NHOAH Künstler verschiedenster Musikstile wie unter anderem die bekannte Tangosängerin Adriana Varela mit ihrer rauchigen Stimme, den Rapper El Topo aus Buenos Aires, den australischen Performancekünstler und Sänger Headvoice oder die Berlin Comedian Harmonists. Eine eigenwillige Interpretation des Tangos, gewöhnungsbedürftig, nicht unbedingt milongatauglich, aber voller Kraft und mit Tiefgang. „Es ist die Musik, die ich heute brauche. Ein Fazit des Alten und eine Hoffnung auf Neues.“ (NHOAH) Aber Vorsicht: nichts für schwache Nerven und Tangopuristen. (Isabel)
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"In opera the tenor falls in love with the soprano. Then the baritone kills the tenor, and the soprano falls ill and dies. At the end the baritone is alone. This is exactly what happens in tango - but in three minutes. The whole drama is played out in a miniature with endless passion and intensity." Erwin Schrott
Dem aus Uruguay stammenden "sexiest bass-baritone alive" ist mit Unterstützung einiger Tango-Koryphäen wie Pablo Ziegler ein kraftvolles Album mit nicht nur Tango gelungen. Mit samtenem Timbre interpretiert der Publikumsliebling z.B. Piazzolla ohne Pathos. Vielleicht mag es der voluminösen Opernstimme im Vergleich zu den klassischen Tangosängern ein wenig an Verruchtheit und Seelenschmerz fehlen, aber das überhört man bei dieser beeindruckenden Stimme und der gut gelungenen Zusammenstellung der CD sehr gerne. (Isabel)
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